Steißbein (Os coccygis)
Nur Bildungsinhalt — keine medizinische Beratung.
Anatomie
Das Steißbein (Os coccygis) ist ein kleiner dreieckiger Knochen an der Basis der Wirbelsäule, unmittelbar unterhalb des Kreuzbeins, entstanden aus der Verschmelzung von drei bis fünf rudimentären Steißbeinwirbeln. Es verbindet sich über das Sakrokokzygealgelenk mit dem Kreuzbein und dient Bändern sowie Muskeln des Beckenbodens als Ursprungs- bzw. Ansatzpunkt, insbesondere dem Musculus levator ani und dem Großen Gesäßmuskel. Beim Sitzen trägt es mit: Das Körpergewicht wird beim Zurücklehnen teilweise auf das Steißbein verlagert.
Klinische Hinweise
Die Kokzygodynie (Steißbeinschmerz) ist eine der häufigsten Ursachen für hintere Kreuzschmerzen, typischerweise nach einem Sturz aufs Gesäß oder nach einer vaginalen Geburt. Eine Fraktur oder Luxation des Steißbeins wird rektal und mit gezielten Röntgenaufnahmen abgeklärt; meist reicht eine konservative Therapie mit Sitzring und Antiinflammatorika, die Kokzygektomie ist seltenen therapieresistenten Fällen vorbehalten.
Verwandte Strukturen
Fachquellen
FAQ
Welche Funktion hat Steißbein?
Das Steißbein (Os coccygis) ist ein kleiner dreieckiger Knochen an der Basis der Wirbelsäule, unmittelbar unterhalb des Kreuzbeins, entstanden aus der Verschmelzung von drei bis fünf rudimentären Steißbeinwirbeln. Es verbindet sich über das Sakrokokzygealgelenk mit dem Kreuzbein und dient Bändern sowie Muskeln des Beckenbodens als Ursprungs- bzw. Ansatzpunkt, insbesondere dem Musculus levator ani und dem Großen Gesäßmuskel. Beim Sitzen trägt es mit: Das Körpergewicht wird beim Zurücklehnen teilweise auf das Steißbein verlagert.
Welche klinische Bedeutung hat Steißbein?
Die Kokzygodynie (Steißbeinschmerz) ist eine der häufigsten Ursachen für hintere Kreuzschmerzen, typischerweise nach einem Sturz aufs Gesäß oder nach einer vaginalen Geburt. Eine Fraktur oder Luxation des Steißbeins wird rektal und mit gezielten Röntgenaufnahmen abgeklärt; meist reicht eine konservative Therapie mit Sitzring und Antiinflammatorika, die Kokzygektomie ist seltenen therapieresistenten Fällen vorbehalten.
Quelle & Lizenz
Derived from Z-Anatomy (Gauthier Kervyn et al.), CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/); upstream geometry from BodyParts3D, © The Database Center for Life Science. Lizenzdetails